23. July 2010 11:51 - von Wolfgang Baumbast
Wie viel Solidarität steckt im Menschen? Diese Frage wird inzwischen von Ökonomen und Psychologen eingehend untersucht. Sie kommen, wie kann es auch anders sein, zu teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-07/solidaritaet-forschung
Wie ich in meiner Abhandlung über die Egoismen 1.0, 2.0 und 3.0 versucht habe darzustellen, ergeben sich je nach Bewusstseinsgrad anders geartete Interessenlagen. Beim Gruppenegoismus (Egoismus 1.0) ist der Solidaritätsgedanke zwangsläufig noch sehr stark ausgeprägt. In der Ellenbogengesellschaft (Egoismus 2.0) ist die Neigung zu solidarischem Handeln am Schwächsten. Beim kultivierten Individualismus (Egoismus 3.0) geht der Trend hin zum "Syn-Egoismus", der Form von Egoismus also, in der ich mich dann solidarisch erweise, wenn ich selbst auch davon profitiere (Win-win-Situation). Eine gesunde Einstellung, wie ich meine.